Kompensierte Blutdruckmessung durch Analyse der Herztöne in einem Body-Area-Network

Laufzeit: 01.11.2016 - 30.11.2017
Leitung: Prof. Dr.-Ing Horst Hellbrück
Mitarbeiter: Martin Mackenberg

Hintergrund

Die invasive Druckmessung des arteriellen Blutdrucks und des zentralen Venendrucks gilt als Standard bei kritischen Eingriffen in der Neuro- oder Herzchirurgie. Die Position des Druckaufnehmers ist auf der Höhe des Referenzpunkts – rechter Vorhof bei auf dem Rücken liegenden Patienten – auszurichten. Ständige Änderungen in der Position des Patienten etwa in der Höhe bei radiologischen Interventionen oder in der Körperlage bei minimal invasiven Eingriffen erfordern bisher eine ständige manuelle Nachjustierung, da der Blutdruck fehlerhaft angezeigt wird.

Ziel

Das Projekt LUMEN II erforscht Methoden zur multisensorischen Adjustierung der invasiven Blutdruckmessungen. Es werden dabei Verfahren zur Messung der Körperposition bzw. der Position des Druckaufnehmers mithilfe eines Body-Area-Networks (BAN) erforscht. Zur Kompensation des Einflusses der Körperposition wird die absolute Position des Herzreferenzpunktes mithilfe von Ergebnissen des Projektes LUMEN I gemessen. Die genaue Position des Herzreferenzpunktes ist nicht bekannt und kann zu zusätzlichen Messunsicherheiten führen. Die Messung von Herztönen ermöglicht die absolute Positionsbestimmung des Herzreferenzpunktes und eignet sich darüber hinaus zur medizinischen Diagnose z.B. zur Messung von Herzgeräuschen. Derzeitige Verfahren zur genauen Messung der Herzposition z.B. MRI und CT und Ultraschall sind entweder nicht sehr mobil, teuer oder können keine Herztöne messen.

Ansatz

Basis dieses Verfahrens ist die synchronisierte Detektion und Aufzeichnung von Herztönen in einem Body-Area-Network. Durch Laufzeitmessungen wird so die Position des Herzens bestimmt und für die Kompensation in der invasiven Blutdruckmessung genutzt.

Veröffentlichungen


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