Digi-Exist

Laufzeit: 1.4.2016 bis 31.03.2019
Leitung: Prof. Dr. Monique Janneck
MitarbeiterIn:

Helge Nissen, M.Sc., Sophie Jent, M.Sc.

Webseite: http://www.digi-exist.de

Hintergrund und Zielsetzung

Die Digitalisierung befördert die Gründungsdynamik. Für die wachsende Zahl der Existenzgründer birgt die Kombination aus hoher Arbeitsbelastung, existenzieller Unsicherheit und Verantwortungsdruck erhebliche Stress- und Gesundheitsrisiken. Diese sogenannte interessierte Selbstgefährdung setzt sich oftmals im Verlauf der Gründung fort und wird zur impliziten Unternehmenskultur. Dass dies langfristig den Unternehmenserfolg gefährden kann, ist vielfach belegt. Traditionelle Angebote der betrieblichen Prävention und Gesundheitsförderung erreichen diese Zielgruppe bislang nur unzureichend. Benötigt werden Ansätze zur Sensibilisierung der Gründerinnen und Gründer für die Notwendigkeit zur Gesundheitsprävention und -förderung sowie praktikable und wirksame Präventionslösungen, die sich mit dem Lebenszyklus des Unternehmens entwickeln.  

Das Projekt integriert das Thema Gesundheit schon in der Phase der Unternehmensgründung. Hierzu wird ein digital unterstütztes Präventionsprogrammentwickelt, dessen Besonderheit darin besteht, sich mit der Gründung beginnend an die folgenden Lebensphasen des Unternehmens anzupassen. Während es in der Gründungsphase zunächst verhaltensorientiert den Unternehmensgründer als Person adressiert, umfasst es in späteren Entwicklungsphasen weitere verhaltensorientierte Bausteine für Beschäftige sowie Bausteine zur gesundheitsgerechten Gestaltung der Organisationsstrukturen und Arbeitsprozesse (verhältnisorientiert). Entwickelt werden digitale Anwendungen bzw. Applikationen (z. B. Gesundheitschecks, Übungsprogramme), die mit interaktiven Präsenzangeboten des betrieblichen Gesundheitsmanagements kompatibel sind. Zur Sicherstellung einer hohen Passgenauigkeit des Angebots werden über den Praxispartner bbw e.V. 10 gegründete Unternehmen der digitalen Wirtschaft (verstanden als Unternehmen mit integrierter IT-Technologie) von Projektbeginn an schrittweise in den Entwicklungsprozess der Präventionsangebote eingebunden. Die entwickelten Komponenten werden in den Unternehmen in unterschiedlichen Phasen des Lebenszyklus erprobt und durch eine fortlaufende Prozessevaluation und Ergebnisevaluation zur Bewertung der Nutzerfreundlichkeit und Wirksamkeit des integrativen Präventionsprogramms begleitet.

Verbundpartner

 
  • Beuth Hochschule für Technik Berlin
  • Leuphana Universität Lüneburg
  • Bildungswerk der Wirtschaft in Berlin und Brandenburg e.V.
  • ccvossel GmbH, Berlin

Dieses Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, Förderkennzeichen 01FA15115 

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Veröffentlichungen